„In der Lasertechnik wird sich viel tun“

Optische Technologien bedeuten für Jonathan Stringham stetigen Fortschritt. Der 32-Jährige ist Leiter für Strategie und Produktmanagement im Bereich Advanced Optics der SCHOTT AG. Seit über 125 Jahren ist das Unternehmen eine Top-Adresse für optische Gläser und Komponenten.

Frage

Herr Stringham, was ist für Sie das Spannende an den optischen Technologien?

Jonathan Stringham

Ihre hohe Dynamik. Die Branche ist ein Wachstumsbereich, der sich immer weiterentwickelt. Es wird nie langweilig. Zudem gibt es ein breites Spektrum von Anwendungsfeldern: von der Photovoltaik über Kamerasysteme bis hin zu Satelliten.

Frage

Wo geht die Entwicklung hin?

Jonathan Stringham

In der Lasertechnik wird sich in den kommenden Jahren viel tun. Sie dringt in neue Bereiche vor. Für Hochleistungslaser, die zum Beispiel in der Forschung wichtig sind, werden neue optische Materialien benötigt. Zudem erleben wir eine Kommerzialisierung der Lasertechnik: Im Consumerbereich geht der Trend hin zu sehr kleinen Anwendungen wie etwa Miniprojektoren für Handys, die man in Besprechungen nutzen kann. Irgendwann lassen sich damit sicherlich auch Filme anschauen.

Frage

Welche Entwicklung aus Ihrem Haus ist für Fortschritte in anderen Branchen wichtig?

Jonathan Stringham

Wir stellen diffraktive optische Elemente her, sogenannte DOEs. Das sind extrem kleine Komponenten, auf deren Oberfläche feine Strukturen im Nanometerbereich geprägt werden. DOEs können die Funktionalität mehrerer optischer Komponenten zusammenfassen und Licht präzise zu Strahlen formen und lenken. Damit lässt sich die Bautiefe eines Objektivs reduzieren. Das ermöglicht beispielsweise, dass Handys bei verbesserter Funktionalität immer flacher werden.

Frage

Wo kommen DOEs noch zum Einsatz?

Jonathan Stringham

Ein Beispiel sind Industrielaser, die Metalle schweißen oder schneiden. Sie spielen eine wichtige Rolle im Automobilbau.

Frage

Warum hat sich SCHOTT der Light Alliance angeschlossen?

Jonathan Stringham

Die Light Alliance bietet eine Plattform, um die optischen Technologien noch bekannter zu machen. Sie hilft, unsere Kompetenzen aufzuzeigen – und macht darauf aufmerksam, wie spannend und zukunftsträchtig die Branche ist. Dazu möchte SCHOTT gern beitragen.
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